Individuelles Selbstständiges Lernen vorgestellt

ISA 3 2016

Das pädagogische Konzept ISA war Thema eines Infoabends für die Eltern der Fünftklässlerinnen.

Schwester Romana und beteiligte Lehrkräfte erklärten dazu Grundlagen, Inhalte und Abläufe. Zahlreiche ISA-„Selbstlernkästen“, gefüllt mit unterschiedlichsten Arbeitsmaterialien, standen bereit und luden zum Ausprobieren ein. Dabei standen Schülerinnen aus der 6. Jahrgangsstufe, die bereits ISA-erfahren sind, Rede und Antwort.

Bevor es jedoch so weit war, erläuterte Sr. Romana die Grundkonzeption von ISA. Im Zentrum stehe das christliche Menschenbild, das die Einzigartigkeit des Menschen ebenso wie seine Berufung zur Freiheit in Verantwortung ernst nehmen wolle, betonte die Direktorin. ISA orientiere sich aber auch an den hohen Erwartungen, die heute an die jungen Menschen gestellt werden. Die neue Arbeitsmethode trägt der individuellen Entwicklung jedes Kindes Rechnung; dazu fördert es Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und erweitert die Sozialkompetenz. Mit Hilfe der von den Lehrkräften der Schule erstellten „Selbstlernkästen“ organisieren die Schülerinnen ihren Lernstoff eigenständig, während der anwesende Lehrer eher begleitend als Coach tätig ist.

Start mit ISA im Januar

Für die beiden 5. Klassen beginnt nach den Weihnachtsferien der „Probelauf“ von ISA; die Mädchen werden sich dann in vier ihrer 30 Wochenstunden mit dem ausgewählten Stoff in Deutsch, Mathematik und Erdkunde eigenständig auseinandersetzen und ihr Lernkontingent selbstständig organisieren. Der übrige Unterricht läuft daneben ganz normal weiter. Die ersten Wochen bis zu den Faschingsferien bleiben als Einübungsphase aber frei von jeder Bewertung. Während der ISA-Stunden wird auch großer Wert auf rücksichtsvolles Miteinander und sorgfältigen Umgang mit dem Material gelegt.

ISA 1 2016

„Pro Stunde eine Kiste “, erklärte die zuständige Deutschlehrerin Frau Biehler, eine vierte Stunde sei als Puffer eingebaut, um auch langsameren Schülerinnen gerecht zu werden. Wochenpläne und Lerntagebuch stellte Frau Sturm aus der Fachschaft Erdkunde vor; sie ging auch auf den konkreten Ablauf einer ISA-Stunde ein. Mathelehrerin Frau Maier informierte die Eltern anschließend über die ISA-Computeraufgaben, die bei den Schülerinnen äußerst beliebt sind.

Selbstständigkeit ist gefragt

„Mir gefällt an ISA, dass man sich alles selber einteilen kann“, meinte eine der Sechstklässlerinnen, die mit den Kästen bereits ein Jahr gearbeitet hat. Vor Ort, im großzügig angelegten ISA-Raum, der sogar über eine Galerie verfügt, konnten dann die Eltern selbst „Hand anlegen“. Auch hier waren die Schülerinnen gerne bereit, mit ihnen den Ablauf einer ISA-Stunde konkret „durchzuspielen“. „Das ist wirklich eine sehr sinnvolles Konzept, bei dem die Kinder lernen selbstständiger zu werden“, meinte eine Mutter anerkennend. Gewürdigt wurde auch die Arbeit der Lehrkräfte, die sämtliches Arbeitsmaterial selbst erstellt haben.

In ähnlicher Form wird dieses Unterrichtsmodell bereits an vielen anderen katholischen Schulen sehr erfolgreich praktiziert. An der Nardini-Realschule wird ISA in der 6. Jahrgangsstufe fortgeführt. Das Konzept ergänzt auch hier den bisherigen Fachunterricht um die Komponenten Selbstorganisation und Eigenverantwortung – was im Hinblick auf den neuen, kompetenzorientierten Lehrplan ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.

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 Gespenst Plakat Web 12.7.2017