Autorin Mirjam Pressler zu Gast an der Schule

Autorin signiert für die Schülerinnen 1

Sie zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen und kam vor den Pfingstferien an unsere Schule: Mirjam Pressler!

Mehr als 300 Titel aus dem Hebräischen, Englischen und Niederländischen hat sie zudem ins Deutsche übersetzt. Sie wurde bereits mit vielen namhaften Preisen ausgezeichnet.

Organisiert hatte die Autorenlesung für die beiden 8. Klassen Frau Dr. Spateneder. Mirjam Pressler las drei Kapitel aus ihrem Roman „Nathan und seine Kinder“ vor und beantwortete anschließend die zahlreichen Fragen der Mädchen über den Alltag einer Autorin, ihre Ideen, Ansätze und Methoden.

Ihr 2009 erschienener Roman basiert auf Lessings Ideendrama „Nathan der Weise“ aus dem 18. Jahrhundert. Dass die auch heute brandaktuelle Idee religionsübergreifender Toleranz nicht verlorengeht, war für sie der Auslöser dafür, diesen Roman zu schreiben, da Geschichten verloren gehen, wenn man sie nicht weitererzählt. Mirjam Pressler erfand auch Personen dazu, gab die damaligen Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven wieder und schaffte so ein vielschichtiges Gesamtbild, das gut lesbar ist.

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Ein Kapitel aus der Sicht von Elijahu las sie zuerst vor; dessen Informationen über den Jahre zurückliegenden schrecklichen Tod von Nathans Familie sind bei Lessing nur Randnotiz, für das Verständnis des Romans aber wichtig. Es folgte eine Passage, die von Nathans an Kindes statt angenommener Tochter Recha erzählt wurde und zuletzt ein Kapitel, in dem der Tempelritter, der Recha aus dem Feuer rettete, Einblick in seine Sicht der Vorgänge erlaubt.

Viele Fragen an die Autorin

Die in Landshut lebende Autorin gab im Anschluss geduldig Auskunft über ihr Leben als Schriftstellerin und natürlich auch über einige ihrer etwa 60 Bücher, für die sich die Schülerinnen interessierten. Jedes von ihnen habe eine eigene Geschichte, so Frau Pressler. So sei ihr z. B. „Novemberkatzen“ sehr wichtig, da sie es 1982 als erstes Buch ganz „frei“ geschrieben habe, ganz so, wie sie es wollte und zum Teil autobiographisch gefärbt. Vom bewegenden Schicksal eines jüdischen Mädchens in den Wirren des 2. Weltkriegs schrieb sie 2011 in „Ein Buch für Hanna“; das auf einer wahren Begebenheit beruht. Sie verriet auch, dass sie momentan an einer Geschichte über einen jüdischen Goldschatz aus vergangenen Zeiten schreibe.

In den Stunden vor der Autorenlesung hatten sich die Achtklässlerinnen im Rahmen des Literaturunterrichts durch die „Ringparabel“, die zentrale Stelle des Lessingdramas, gekämpft; die gesamte Geschichte um den weisen Juden Nathan und „seine Kinder“ lesen die Mädchen nun in ihrer von der Autorin signierten Klassenlektüre nach.

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