Die Absolvia 2017 - ein ganz besonderer Jahrgang

Luftballons 2017

Die 61 Absolventinnen der Nardini-Realschule ließen am vergangenen Donnerstag bei ihrer Abschlussfeier nicht nur Luftballons los, „loslassen“ wollten sie im übertragenen Sinn auch einen Lebensabschnitt.

Gemeinsam mit ihren Familien, Freunden, Lehrern und Ehrengästen blickten sie zurück auf sechs Jahre Realschule, aber auch voller Zuversicht nach vorne. Bei einem beeindruckenden Gesamtnotendurchschnitt von 1,92 ist das auch mehr als berechtigt. Dabei erreichten 14 Schülerinnen einen Durchschnitt von unter 1,5. Zudem wurden fünf Schülerinnen für ihr besonderes Engagement in Kirche und Gesellschaft von der Nardini-Stiftung geehrt.

Mit dem Schriftwort aus dem Buch Mose „Ich bin da“ gab Assistent Josef Singer den Abschlussschülerinnen die Zusicherung auf den Weg, dass Gott immer bei ihnen sei. Dies wurde in dem feierlichen Abschlussgottesdienst auch in eindrucksvollen Spielszenen dargestellt. Zur weltlichen Feier fanden sich dann die Absolventinnen mit ihren Familien, das Lehrerkollegium, der Elternbeirat und viele Ehrengäste in der Nardini-Halle ein, wo Konrektor Thomas Dambacher die Gäste herzlich willkommen hieß. Er stellte erfreut fest, dass die Verbundenheit mit dem Kloster weiterhin eng sei, auch wenn die Schule seit diesem Schuljahr in der Trägerschaft der Schulstiftung der Diözese steht.

Klassensprecherinnen2

Schulleiterin Schwester Romana Zistler betonte in ihrer Rede an die Absolventinnen, dass sie sich zwar in den sechs Jahren an der Nardini-Realschule ein gutes „Grundkapital“ angeeignet hätten, dies genüge aber nicht für ein glückliches Leben. Ihre Wünsche an die 61 jungen Frauen „verpackte“ die Schulleiterin in sieben verschiedenfarbige Perlen. Dabei reichte das Spektrum von der silberfarbenen „Ich-Perle“, die auch den Mut zum Anderssein beinhalte, bis zur goldenen „Gottesperle“. Gottes Anwesenheit sei die Garantie für ein gelingendes Leben, so führte sie aus. Jeder Schülerin gab sie zur Erinnerung ein geknüpftes Perlenband mit auf den Weg; jedes in den gleichen sieben Farben, aber jedes auch ein Unikat wie die Trägerinnen selbst.

Dank und Ehrungen

Die Erinnerungen werden bleiben, betonten die Klassensprecherinnen in ihrer Rede im Anschluss, aber den Schulalltag könnten sie nun endgültig „loslassen“. Ihr besonderer Dank richtete sich an Schwester Romana und die beiden Klassenleiter, Simona Spitzhirn und Martin Neeser. Den Höhepunkt des Abends bildete die Verleihung der 61 Abschlusszeugnisse, untermalt von der Lieblingsmusik und Fotos der jeweiligen Schülerin.

Generaloberin Schwester Jakobe Schmid zeichnete anschließend fünf der Absolventinnen mit dem Nardini-Preis aus, der alljährlich von der Nardini-Stifung für besonderes, vom christlichen Glauben getragenes soziales Engagement verliehen wird. Claudia Hämmerl, Hanna Häusler, Kathrin Höflinger, Anna-Lena Metko und Lucia Schwarzfischer setzten sich u. a. in herausragendem Maße im kirchlichen Bereich ein, z.B. in ihrer Pfarrgemeinde als langjährige Ministrantin oder im Vorstand der Kolpingfamilie. Dazu engagierten sie sich im Schulleben oder bei Vereinen. Für alle fünf war es selbstverständlich, dafür einen Teil ihrer Freizeit zu opfern.

Preisträgerinnen Nardinipreis 2107 1Die Glückwünsche von Superior Gottfried Dachauer stellten in zweifacher Weise eine Premiere dar: Zum einen hatte er erst im letzten Jahr dieses Amt übernommen und zum anderen durfte er in dieser Funktion die erste Abschlussklasse unter der Ägide der Schulstiftung verabschieden. Dachauer griff in seinen Worten das Bild vom Loslassen auf. Wenn man mit einer Hand loslässt, ist die Hand frei, um etwas Neues anzupacken. Nie ganz loslassen sollten sie aber von Gott, so sein herzlicher Wunsch an die Absolventinnen.

„Einserschnitt“ für über die Hälfte der Schülerinnen

Mit viel Applaus bedacht und geehrt durch Kloster, Landkreis und Marktgemeinde wurden anschließend die vierzehn besten Schülerinnen: Mit Stolz verwies Sr. Romana darauf, dass in diesem besonderen Jahrgang fast ein Viertel der Schülerinnen die Note „sehr gut“ erzielt und insgesamt 33 von 61 Abschlussschülerinnen „eine 1 vor dem Komma“ erreicht haben. Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,08 ist Nina Bauer, gefolgt von Christina Hierlmeier und Lucia Schwarzfischer (jeweils 1,25). Es folgen mit einem Durchschnitt bis 1,5 Johanna Rogl, Alina Mayer, Bianca Scheuerer, Theresa Schindlbeck, Alexandra Bauer, Paula Beck, Vanessa Eichmeier, Anna-Lena Grundner, Theresa Amring, Hanna Häusler und Melanie Rose.

Die Besten 2017aStellvertretender Landrat Franz Xaver Stierstorfer gratulierte den 61 Absolventinnen im Namen des Landkreises Straubing-Bogen und sprach der Schule größtes Lob aus. Beeindruckt zeigte er sich vom vielfältigen Engagement der Mädchen, so legte er ihnen auch für die Zukunft ans Herz: „Mischen Sie sich ein!“ Dem schloss sich 2. Bürgermeister Dr. Johann Kirchinger an, der im Namen der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg den Absolventinnen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg wünschte.

Dank an scheidende Lehrkräfte und Elternbeiratsmitglieder

Ganz besonders „persönliche“ Glückwünsche überbrachte Elternbeiratsvorsitzende Ilse Rose, die ihre dritte Tochter an diesem Abend verabschiedete und anschließend von Schwester Romana selbst verabschiedet wurde. Sie habe fast „zum Inventar“ der Schule gehört, denn seit 2006 gehörte sie dem Elternbeirat an, die letzten Jahre als engagierte Vorsitzende. Auch Kassenführerin Renate Mayer hat sich für das Wohl der Schülerinnen eingesetzt und „verlässt“ mit ihrer Tochter nun die Nardini-Realschule.

Abschied nehmen hieß es nach 25-jähriger Dienstzeit an der Schule auch für eine verdiente Lehrkraft: Schwester Irina Gerbig war langjährige IT-Lehrkraft und Klassenleiterin, daneben aber auch in den unterschiedlichsten Diensten rund um die Schule im Einsatz, z. B. als unermüdliche Organisatorin der legendären Tombola. Sie wurde spontan von den Absolventinnen mit Standing Ovations gefeiert. Biologie- und Chemielehrerin Beate Six-Krauße wird zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls verabschiedet. Gemeinsam mit Musiklehrer Stefan Würger haben die Schülerinnen ihre Feier und auch den vorausgehenden Gottesdienst sehr würdig und ansprechend gestaltet.

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