Abschlussfeier der 10. Klassen

Abschlussfeier der 10. Klassen

Mit vielen guten Wünschen für ihre Zukunft wurden am vergangenen Donnerstag 55 Zehntklässlerinnen der Nardini-Realschule verabschiedet. In einem feierlichen Rahmen konnten sie endlich ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen.

Zahlreiche Festredner sprachen den jungen Damen große Anerkennung für ihre erbrachten Leistungen aus. Zudem zeichnete die Klosterleitung fünf Absolventinnen mit dem Nardini-Preis aus, um so ihr soziales und kirchliches Engagement zu würdigen.

Nach dem feierlich gestalteten Gottesdienst begrüßte eine Bläserformation, bestehend aus Zehntklässlerinnen, die zahlreichen Gäste, allen voran Generaloberin Sr. M. Jakobe Schmid, die Eltern und Freunde und besonders die 55 Absolventinnen. Diese hatten als Thema für ihre Abschlussfeier und die vergangenen 6 Jahre das Symbol des „Baumes“ gewählt.

Darauf ging auch die Direktorin der Schule, Sr. M. Romana Zistler, in ihrer Rede ein. Oft vergleiche man Bäume mit Menschen, denn ein Baum spiegele nicht nur die Jahreszeiten wider, sondern auch das menschliche Leben, so die Schulleiterin. Sie betonte die Wichtigkeit der Verwurzelung junger Menschen im Elternhaus und in der Schule. Die Schülerinnen haben gleichsam als „junge Bäumchen“ an der Nardini-Realschule sich einen an „Nährstoffen“ reichen Boden erschlossen, auch wenn dies oft mit Mühen verbunden war.
Im Laufe ihrer Schulzeit wurden sie begleitet von den Lehrern, die sich bei gelegentlichen „Sturmzeiten“ als verlässliche Stützen erwiesen. „Inzwischen seid ihr stark und kräftig genug, um allein weiter zu wachsen und im Leben zurechtzukommen“, so zeigte sich Sr. Romana überzeugt. Nun gelte es, hineinzuwachsen in neue Herausforderungen, manche Durststrecken seien dabei zu überwinden. Wenn ein Baum wächst, so breitet er sich auch nach allen Seiten aus – er bietet „Lebensraum für andere“, und er wächst in die Höhe – dem Licht zu, das von Gott kommt. Auch darin sollten sich die Absolventinnen den Baum zum Vorbild nehmen.

Anschließend ließen die beiden Klassensprecherinnen, die Sr. Romana als Abschiedsgeschenk ein Apfelbäumchen für den Schulgarten überreichten, ihre sechsjährige Schulzeit mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren, illustriert durch viele Fotos und „unterstützt“ von Eichhörnchen Mane, dem Klassenmaskottchen, das regelmäßig draußen vor dem Klassenzimmerfenster der 10b auf seinem Baum herumturnte. Ihr abschließender Dank richtete sich im Besonderen an ihre beiden Klassenleiterinnen, Daniela Schinabeck und Michaela Sturm.

Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Superior des Klosters, betonte in seinen Worten zum Abschied, dass man bei aller Verwurzelung auch „Flügel“ brauche: die Freiheit, die auch aus dem christlichen Geist entstehe. Sein Dank ging an die Lehrerschaft, die mit ihrer Arbeit dafür gesorgt hätten, dass die Absolventinnen ihre Wurzeln nicht vergessen werden.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Verleihung der Abschlusszeugnisse. Mit viel Applaus bedacht und besonders geehrt durch Kloster, Landkreis und Marktgemeinde wurden anschließend die fünf besten Schülerinnen des Jahrgangs: Stefanie Huber (1,32), Verena Gahr und Theresa Grundner (beide 1,42), Christine Gerl und Katharina Mende (beide 1,50). Mit Stolz verwies Sr. Romana darauf, dass weitere zehn Schülerinnen einen Einserschnitt erzielt haben.

Die Ehrungen wurden fortgesetzt mit der Verleihung des Nardini-Preises, der alljährlich für herausragendes soziales oder kirchliches Engagement vom Kloster verliehen wird. Anna Froschhammer, Stefanie Huber, Lisa-Maria Lobenz, Katrin Stadler und Sandra Walter leisten im familiären Bereich, in ihrer Pfarrgemeinde oder im Schulleben wertvolle Dienste an der Gemeinschaft und sie opfern dafür gerne einen Teil ihrer Freizeit.

In den nun folgenden Grußworten gratulierte zuerst Landtagsabgeordneter J. Zellmeier den 55 Absolventinnen. Er zeigte sich beeindruckt vom vielfältigen Engagement der Mädchen und führte dies zurück auf die gute Wertevermittlung an der Nardini-Realschule. Stellvertretender Landrat F. X. Stierstorfer sprach der Schule im Namen des Landkreises Straubing-Bogen ebenfalls größtes Lob aus für die fundierte Wissensvermittlung, aber auch die Gewissensbildung. Dem schloss sich Bürgermeister Karl Wellenhofer an, der im Namen der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg den Absolventinnen alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg wünschte.

Elternbeiratsvorsitzende Ilse Rose blickte zurück auf den Anfang der Realschulzeit, als die Mädchen – und auch ihre eigene Tochter – noch „zarte Pflänzchen“ waren, die von kundigen „Gärtnern“ aber gut gepflegt, bei Bedarf auch manchmal etwas „gestutzt“ wurden, um sich besser entfalten zu können. Dabei sei jede Einzelne von ihnen zu etwas Besonderem herangewachsen.

Mit dem Lied „Zeit zu gehen“ verabschiedeten sich die beiden Klassen endgültig von ihrer Schule. Auch im Verlauf der Feier hatten die Mädchen mit musikalischen Beiträgen in unterschiedlichen Formationen erfreut. Unter der Gesamtleitung von Stefan Würger war ein ansprechendes Programm zusammengestellt worden. Mit Frau Blabl verabschiedete Sr. Romana im Rahmen der Feier ein sehr verdientes Mitglied des Elternbeirats. Zum Ausklang des harmonischen Abends wurde bei Sekt und Häppchen noch lange geredet, gelacht, umarmt und so manche Träne vergossen.