Musik, Schauspiel und Tanz

Musik Schauspiel Tanz

Vielfältige musikalische und schauspielerische Darbietungen zeigten die Nardini-Schülerinnen zum Ausklang des Schuljahres. Etwa hundert Mitwirkende präsentierten in der Paul-Josef Nardini Halle vor einem begeisterten Publikum, was sie im Verlauf des Schuljahres gelernt hatten.

Dabei überzeugten die jungen Musikerinnen ebenso wie die Schauspielerinnen. Sr. M. Romana Zistler begrüßte am vergangenen Dienstagabend ein bunt gemischtes Publikum in der Nardini-Halle: Neben den Eltern, Geschwistern und Mitschülerinnen hatten sich alle zukünftigen Fünftklässlerinnen mit ihren Eltern eingefunden. Das Programm, so die Direktorin, sei für die kommenden Fünften schon einmal ein „Reinschnuppern“ in die zukünftige Schule. Auch viele Schwestern des Klosters waren gespannt auf die Darbietungen der Schülerinnen
Nach einem einleitenden festlichen Marsch führte die Bläserklasse ihr Publikum „aufs Meer“, mit dem bekannten Titanic-Song „My heart will go on“ und Musik aus dem Film „Fluch der Karibik“. Unter der Leitung von Stefan Würger spielten die Fünft- und Sechstklässlerinnen schon recht munter auf.

Neben der Bläserklasse kam auch die Projektgruppe Schulspiel der 5. und 6. Klasse zu ihrem Auftritt: Mit Socken und Strümpfen, die die Mädchen in coole Handpuppen verwandelt hatten, führten sie dem begeisterten Publikum eine witzige „Choreographie“ zu einem Musikmedley vor. Die Socken mit ihren frechen Gesichtern wurden dabei von hinten durch die Schlitze einer schwarzen Stoffwand geschoben. Einstudiert hat das alles Simona Spitzhirn. Viele kleine Besucher, die ganz vorne an der Bühne auf dem Boden saßen, bekamen vor Staunen über die „Sockenspieler“ den Mund gar nicht mehr zu und die gesamte, bis auf den letzten Platz gefüllte Halle klatschte begeistert mit.

Mit dem Gute-Laune-Song „Whatever“ und dem getragenen, religiös inspirierten „God’s alive“ zeigte der Chor sein Können, zum ersten Lied hatten sich alle Sängerinnen von der 5. bis zur 10. Klasse auf der Bühne eingefunden, das zweite Lied gestaltete nur der „große“ Chor unter der Leitung von Thomas Dambacher sehr gefühlvoll. Neben der Bläserklasse, der Schulspielgruppe und dem „kleinen“ Chor gibt es eine weitere Projektgruppe an der Schule: Ganz in roten Nebel gehüllt war die Bühne, als die Tänzerinnen mit harmonischen, sehr synchronen Bewegungen in einer Choreographie von Nina Maier-Kühndel das Publikum in ihren Bann zogen.

Schließlich präsentierte sich auch die Projektgruppe Werken. Sie hatten an der Eingangstür ihre wunderschönen, kunstvoll und einfallsreich gestalteten Marionetten in Szene gesetzt. Im Laufe des Schuljahres waren sie unter der Leitung von Agnes Biehler entstanden und sie sollen im kommenden Schuljahr auch mit einem „eigenen“ Stück, als „Zirkus Hopplahopp“ auftreten. Alle Projektgruppen bestehen aus Schülerinnen der beiden 5. und 6. Klassen; an der Nardini-Realschule haben in den ersten beiden Schuljahren die Mädchen die Möglichkeit, zwischen verschiedenen künstlerischen Zweigen zu wählen, sodass jede Schülerin ihren Interessen und Fähigkeiten gemäß lernen kann. Ganz „nebenbei“ fördert dieser jahrgangs- und klassenübergreifende Ansatz auch die soziale Kompetenz. Das Projekt endet für die beiden Jahrgänge nächstes Schuljahr mit einer großen Musicalaufführung, dann beginnt wieder ein neuer zweijähriger Projekt-Turnus.

Für viel Heiterkeit sorgte die Projektgruppe Chor, die das bekannte Lied „Ein Hoch auf uns“ kurzerhand in den letzten „heißen“ Wochen vor dem Konzert umgedichtet hatte. „Wer lädt uns endlich zum Eis ein?“ und „Warum gibt es kein Hitzefrei?“ hieß es nun; das dachte sich bestimmt auch der eine oder andere Konzertbesucher, denn nach einer Stunde herrschte in der Halle tropische Hitze. Die Pause war da sehr willkommen.

Mit ihren Trinkbechern setzten im zweiten Teil des Konzerts die Chormädchen auf die Bühne – zum „Cup Song“ – die Becher dienten dabei als Rhythmusinstrumente, mit denen sie den „restlichen“ Chor begleiteten. In einem schönen fließenden Übergang nahmen dann die Bongos der Bigband den Rhythmus auf und nach und nach füllte die Bigband die gesamte Bühne. Die Formation unter der Leitung von Stefan Würger hatte noch zwei weitere Stücke auf Lager: Nach „Roar“, einem Song von Katy Perry, wurde es eher klassisch – mit einem Medley aus bekannten Filmmelodien von John Williams.

In dem sehr abwechslungsreichen Programm folgte nun ein weiterer Auftritt der Projektgruppe Schulspiel; die Schülerinnen hatten die Fabel von den „drei Spatzen“ in die heutige Zeit übertragen und stellten sie nun szenisch dar. Die jungen Schauspielerinnen zeigten, wie sich beim Kleiderkauf in der Boutique drei Mädchen um ein und dasselbe Kleid streiten - wie die Sperlinge um die Brotkrumen. Während zwei von ihnen sich in den Haaren liegen, ergreift die dritte die Gelegenheit und kauft das Kleid: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte - diese „Lehre“ versteht man auch heute noch. Bereits vor der Pause hatte die Truppe die Fabel „Der Fuchs und der Rabe“ in aktualisierter Form gezeigt.

Den Abschluss des Sommerkonzerts bildete schon traditionell die Schulband. Die aus drei Sängerinnen und sechs Instrumentalistinnen bestehende Truppe wird wie die Bläserensembles geleitet von Stefan Würger. Mit Songs wie „Let me down easy“ oder „Hold back the river“ begeisterten die Mädchen ihr Publikum und ohne Zugabe ließ man sie natürlich nicht von der Bühne. Ganz zum Schluss war Mitmachen angesagt - Thomas Dambacher hatte dafür extra mit dem Chor das allseits bekannte „Fürstenfeld“ – einstudiert. So klang das Konzert mit fröhlichem Singen auf der Bühne und im Zuschauerraum aus. Der abschließende Dank der Direktorin ging an alle Mitwirkenden, vor allem an die Lehrkräfte. Alle hätten großes Durchhaltevermögen bewiesen und manche Durststrecke überwunden, aber „die Mühe hat sich gelohnt“, schloss Schwester Romana.