Berufsorientierung 8. Klassen

Berufsfindung 8 16

Mit Feuereifer waren die Achtklässlerinnen bei der Sache, als sie Ende Januar an der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in Regensburg eine Woche zur Berufsorientierung verbringen durften.


Um den Schülerinnen schon frühzeitig die Möglichkeit zu geben, sich ganz konkret mit der Arbeitswelt zu beschäftigen, bietet die Nardini-Realschule den Mädchen der beiden 8. Klassen diese Berufsorientierungswoche an. Die Mädchen haben dabei die Gelegenheit, viele verschiedene Berufe aus den Bereichen Technik und Wirtschaft kennen zu lernen. So betrachtet die Schule dieses handwerkliche Praktikum als sehr wertvoll, es ergänzt in idealer Weise das Sozialpraktikum, das die Schülerinnen dann in der 9. Jahrgangsstufe absolvieren.


Dabei waren sich die Mädchen bereits im Vorfeld - am Ende der 7. Klasse - in der Potenzialanalyse bei der HWK über ihre Fähigkeiten und Interessen bewusst geworden. Nun galt es also, in Projektarbeit jeweils zweieinhalb Tage in unterschiedlichen Berufsfeldern ganz konkrete Arbeiten auszuführen, weit weg vom Schulalltag im Klassenzimmer, aber begleitet von einer Lehrkraft. Ansprechpartner in der HWK waren für die Schülerinnen allerdings die Ausbilder, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite standen.

Im „Wahlfach“ Technik sollten die Mädchen, eingeteilt in Kleingruppen, eine funktionierende Uhr fertigen, dabei hatten sie bei der Gestaltung freie Hand, kamen aber mit unterschiedlichsten Werkstoffen in Kontakt: Ein Metallgehäuse war zu bauen, ein passendes Motiv aus Holz musste gesägt und anschließend bemalt werden. Dazu war auch im Bereich Elektronik Fingerspitzengefühl gefragt. „Es war schön, einmal etwas ganz anderes zu machen“, die Meinung einer Achtklässlerinnen, die sehr stolz auf ihr Werkstück ist.

Nach der ersten Hälfte der Berufsorientierungswoche wechselten die Klassen, nun galt es im Bereich Wirtschaft in Projektarbeit ein Produkt auf den Weg zu bringen: Für Werbezwecke wurden 200 Tassen benötigt. Recherchen im Internet, Auswahl des Motivs zum Bedrucken der Tassen, Preisanfrage am Telefon, Preise vergleichen standen nun auf dem Programm. Zum Schluss durften die Mädchen „ihre“ Tasse mit einem Gruppenfoto als Erinnerung an diese interessante Woche bedrucken und dazu eine passende Verpackung erstellen.

Welchen beruflichen Weg sie einmal einschlagen werden, wissen die meisten Schülerinnen noch nicht, aber es ist wichtig, sich offen für unterschiedlichste Wege zu zeigen, alles einmal auszuprobieren. Ein Gewinn für ihren Ausbildungsweg bedeutet dieses Angebot der HWK auf jeden Fall. Und dass die beruflichen Chancen im Handwerk groß sind, ist kein Geheimnis …