So ist Bewerbung erfolgreich!

bewerbertraining

Für den Einstieg in das Berufsleben wurden in den letzten Wochen die Neuntklässlerinnen unserer Schule mit vielen unterschiedlichen Angeboten fit gemacht.

Neben dem Sozialpraktikum „Compassion“, dem AOK-Bewerbertraining und der kürzlich in der Schule abgehaltenen Berufsinfomesse hatten die Schülerinnen auch die Gelegenheit, am Tag der Realschulen bei BMW in Dingolfing teilzunehmen. Parallel zu diesem umfassenden Programm erfolgen weiterhin die Einzel- und Gruppenberatungen durch den zuständigen Berufsberater.

Auch in diesem Schuljahr waren 10 Mädchen der Nardini-Realschule zum Tag der Realschulen bei BMW in Dingolfing eingeladen, um sich im Rahmen der Berufsorientierung über mögliche Ausbildungsrichtungen zu informieren. Nach einem Empfang im BMW-Besucherzentrum wurde den Mädchen die duale Berufsausbildung mit Fachhochschulreife (DBFH) vorgestellt. Es bietet beste Perspektiven, um ein Studium an einer Fachhochschule zu beginnen oder aber am BMW-Bachelor-Programm teilzunehmen.

Interessante Einblicke im Automobilwerk

Darauf folgte eine Werksführung, bei der die Mädchen den Mitarbeitern bei der Produktion über die Schulter blicken konnten. Schließlich erhielten sie im BMW-Berufsinformations-zentrum interessante Einblicke in die Berufsfelder Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Kfz-Mechatroniker, parallel dazu beantworteten die Ausbildungsleiter Fragen der Schülerinnen.

Als weiterer Baustein in der Berufsorientierung folgte sodann für beide 9. Klassen das Bewerbungsseminar bei der AOK Straubing. Neben theoretischen Fragen wie dem eigenen Stärken/ Schwächenprofil vermittelte das Training auch Praxiselemente, z. B. in Form eines Einstellungstests. Dazu übten die Schülerinnen den telefonischen Erstkontakt, erfuhren dabei, worauf vor allem geachtet werden sollte. Des Weiteren bekamen sie wertvolle Tipps im Zusammenhang mit einem konkreten Vorstellungsgespräch, das mit der Videokamera aufgezeichnet und anschließend gemeinsam genau analysiert wurde.

Firmen zu Gast an der Realschule

Am 25. Februar dann hatten die Schülerinnen und ihre Eltern die Gelegenheit, bei der Berufsinfomesse an der Schule selbst verschiedenste Berufsfelder kennenzulernen. Dabei standen Vertreter und auch Auszubildende unterschiedlichster Branchen Rede und Antwort. An dieser Stelle ergeht ein herzlicher Dank an all die Unternehmen, die sich an der Berufsinfomesse beteiligten und den Kontakt mit den Schülerinnen suchten. Auch etliche „Ehemalige“ konnten von ihren Erfahrungen in verschiedenen Lehrberufen berichten. Die Veranstaltung war von der BWR-Lehrkraft Michaela Sturm bestens organisiert worden. Zuerst konnten sich die Mädchen mit den Eltern an diesem Abend in insgesamt 15 Sparten umsehen, dann wurden die einzelnen Ausbildungsberufe in Fachvorträgen ausführlich dargestellt.

So waren Vertreter der Fachoberschulen Straubing und Schönbrunn und der Fremdsprachenschule Kasberger-Wildmann aus Straubing vor Ort; kompetente Ansprechpartner gab es auch vom Landratsamt, der Polizei und der Klinik Mallersdorf. Wer sich für den Beruf der Erzieherin interessierte, konnte sich an Sr. M. Ariane Huber, Leiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik, wenden; zum Thema Altenpflege sprach Frau Weisser von der Caritas. Der Beruf des Raumausstatters wurde ebenfalls vorgestellt, anwesend war dazu die Firma Kaiwimmer (Pfaffenberg).

Wer eher die Richtung Bankkauffrau einschlagen will, dem bot die Volksbank interessante Informationen. Gefragt war auch die Rechtsanwaltskanzlei Schmalhofer (Geiselhöring). R. Fahrner (Fahrner Bauunternehmung GmbH, Mallersdorf) stellte den Beruf der Bauzeichnerin und der Bürokauffrau vor. Frau Kettl informierte an ihrer „alten“ Schule über das breite Berufsspektrum, das die Kautex Textron GmbH & Co. KG anbietet. Als weiteres renommiertes Unternehmen warb die Krones AG (Neutraubling) für kaufmännische Berufe und stellte die Bereiche Metalltechnik und Elektrotechnik vor. Der Vertreter der Labertal Steuerberatungsgesellschaft mbH, Herr Keufl, lieferte ebenfalls Informationen aus „erster Hand“.

Soziale Berufe als Alternative

Neben all diesen wichtigen praktischen Bausteinen hatten die Schülerinnen aber auch bereits im Januar ein eineinhalbwöchiges Sozialpraktikum absolviert, je nach Wunsch in Pflege- oder Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern oder Seniorenheimen. Der ungewohnte Umgang mit Pflegebedürftigen oder Demenzkranken in „Compassion“ bedeutete für viele der Praktikantinnen eine große persönliche Herausforderung, aber auch eine wertvolle individuelle Erfahrung. Die Schule als kirchliche Einrichtung sieht es auch als ihre Aufgabe an, die Mädchen zu gemeinschaftsfähigen, verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu erziehen, weit über den Rahmen einer Berufsorientierung hinaus.

Ob weiterführende Schule, Ausbildungsberuf oder Duales System – die Nardini-Realschülerinnen sind in den letzten Wochen umfassend informiert und geschult worden, sie konnten sich zudem im Einzelgespräch mit dem zuständigen Berufsberater, G. Hetzenecker, weitere Orientierung holen, sodass der schwierige Weg in den gewünschten Beruf für die Mädchen sicherlich etwas leichter geworden ist.