Von Weichmachern und Ich-Botschaften

Der richtige Händedruck ist wichtig

Die Schülerinnen der 9. Klassen konnten im Rahmen der umfangreichen Berufsvorbereitung an der Nardini-Realschule an einem Kommunikationstraining teilnehmen, das von der Firma Kautex angeboten wurde.

 Am 19. April waren dazu zwei Vertreter des ortsansässigen Unternehmens an die Schule gekommen, um mit den Mädchen gezielt kommunikative Kompetenzen einzuüben, die sie fit machen sollten für ein Bewerbungsgespräch.

Mit Frau K. Kettl, einer ehemaligen Schülerin der Schule, und H. M. Kovacs standen den Mädchen kompetente „Trainer“ aus der Praxis zur Verfügung. So erklärte Herr Kovacs anhand vieler konkreter Situationen, wie Kommunikation überhaupt abläuft. Das bekannte 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun diente dabei als Ausgangspunkt. Schnell wurde den Mädchen klar, wie unterschiedlich Informationen eines „Senders“ vom „Empfänger“ aufgefasst werden können.

„So funktioniert es!“

„Eigentlich müsste es funktionieren“! – Mit solchen „weichen“ Aussagen konfrontierte H. Kovacs anschließend die Schülerinnen. Sie konnten erkennen, dass der Sprecher, der „Weichmacher“ wie eigentlich, vielleicht oder Formen des Konjunktivs verwendet, als nicht kompetent und alles andere als sicher auf sein Gegenüber wirkt. Zu einer direkten Aussage umformuliert musste der Beispielsatz also lauten: „So funktioniert es“!

Die Vermeidung von so genannten „Du-Botschaften“ gilt als weiterer wichtiger Aspekt einer gelingenden Kommunikation. Formuliert man eine Botschaft an sein Gegenüber als „Ich-Botschaft“, z.B. „Ich habe mich geärgert!“, so fasst der Empfänger der Botschaft dies viel weniger als Angriff auf als die Formulierung „Du hast mich geärgert!“. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmerinnen auch über das „Nein“-Sagen und die Fähigkeit, Kritik anzunehmen, zu nutzen, um schließlich etwas Positives daraus zu machen.

Mit „Haltung“ ins Bewerbungsgespräch

Mit verschiedenen Fragetechniken, die auch im Bewerbungsgespräch gängige Praxis sind, machte H. Kovacs sodann die Schülerinnen vertraut. Seinen Abschluss fand das Kommunikationstraining mit praktischen Übungen zur Körpersprache. Haltung, Atmung, Gesichtsausdruck, Blickkontakt oder Händedruck sagen sehr viel aus über einen Menschen, all diese Aspekte der nonverbalen Kommunikation spielen im Umgang miteinander eine nicht zu unterschätzende Rolle.