Fairtrade und bayerisches Brauchtum

Das Fairtrade Siegel wird überreicht

Im Rahmen des Maifestes erhielt unsere Schule die Auszeichnung zur Fairtrade-School und ist damit Vorreiterin im ganzen Landkreis. Der Preis wurde von Frau Bischke, einer Vertreterin von „Transfair“ überreicht.

Ebenfalls waren die Eine- Welt-Promotorin für den Bereich Niederbayern, Frau Wolf, und Frau Dimpfl vom Weltladen in Straubing anwesend. Alle drei zeigten sich durchwegs vom Engagement der Schülerinnen und Lehrer begeistert.

Anliegen der Schule

Frau Bischke betonte die Wichtigkeit von fairem Handel und motivierte die Schülerinnen, mit Stolz diese Vorbildfunktion, die die Schule nun hat, zu leben. Auch die Schulleiterin Sr. Romana betonte, dass ganzheitliche Bildung ein großes Anliegen der Schule sei, um den Blick für die Situation in anderen Ländern zu weiten und um den Schülerinnen einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen nahe zu bringen. Dem Wort „Nachhaltigkeit“ wird heutzutage eine große Bedeutung beigemessen, dementsprechend sei es ein großes Anliegen der Nardini-Realschule, auch ihren Schülerinnen diese Werte mit auf dem Weg zu geben und umweltbewusst zu erziehen. Dies könne am besten durch den Fairtrade-Gedanken umgesetzt werden, wie die Schulleiterin betont. Sehr großer Dank gebührt Frau Michaela Sturm und Frau Isabella Holmer, die die treibenden Kräfte im Hintergrund sind. Musikalisch wurde die Preisverleihung von der Bläserklasse unter der Leitung von Herrn Stefan Würger umrahmt.

Was ist Fairtrade?

Durch eine eindrucksvolle Spielszene führten die Schülerinnen auf das Thema „Was ist Fairtrade?“ hin. Sie machten auf die Nöte und schlechten Konditionen der Bauern in Entwicklungsländern aufmerksam und erklärten im Anschluss, dass Fairtrade intensiv an der Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern arbeite. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel sichern den Kleinbauernfamilien existenzsichernde Preise, lohnabhängigen Beschäftigen auf Plantagen, Blumenfarmen oder Teegärten bessere Arbeitsbedingungen und geben dadurch Vertrauen und Sicherheit für eine selbstbestimmte Zukunft.

Engagierte Schülerinnen und Lehrer

Logo Wir sind Fairtrade School

Die „Fairtrade-Gruppe“ der Nardini-Realschule besteht aus 20 Schülerinnen, drei Lehrern und einer Mutter. Angefangen hat das Projekt mit dem Verkauf von Fair Trade Produkten beim Christkindlmarkt der Schule und einem Projekttag an der Schule vor einem Jahr. Auch in der diesjährigen Projektpräsentation der 9.Klassen wurde diesem wichtigen Thema Platz eingeräumt.

Fairness auch der Umwelt gegenüber

Die Schülerfirma der Nardini-Realschule hat den Fairtrade-Gedanken ebenfalls aufgegriffen und bietet den Mitschülerinnen die Möglichkeit, fair gehandelte Produkte wie Schokolade oder Kekse zu kaufen. „Fair“ wollen die Verantwortlichen nicht nur den Produktionsländern gegenüber sein, sondern auch der Umwelt. Das heißt, dass auch regionale Getränke und Honig aus der schuleigenen Imkerei in der Schülerfirma angeboten werden.

Burger und Boarischer - Gut besuchtes Maifest

Fairtradewaren von der Schülerfirma

Im Anschluss an die Auszeichnung folgte das von der SMV bereits zum zweiten Mal organisierte Maifest, bei dem der „faire“ Gedanke ebenfalls eine große Rolle spielte: Im Gewölbekeller der Schule hatten die zahlreichen Besucher so auch die Möglichkeit fair gehandelte Produkte zu kaufen.

Im Freien konnten sich Eltern, Geschwister und Freunde der Schülerinnen bei einem reichhaltigen Buffet und Getränken stärken, bevor es an das Aufstellen des Maibaums ging. Jede Klasse hatte im Vorfeld eines der Täfelchen fantasievoll gestaltet. Für Stimmung sorgten die Schülerinnen, die mit Tänzen und Spielen Groß und Klein bestens unterhielten.