Eine Woche Werkbank statt Schule

hwk2016

Ran an die Bohrmaschine! Statt des üblichen Schulstoffs stand in der vergangenen Woche für die Schülerinnen beider 7. Klassen der Nardini-Realschule das Handwerk in all seinen Facetten im Mittelpunkt – bei der Berufsorientierungswoche an der Handwerkskammer Regensburg.

Vom 18. bis 22. Juli durchliefen die Schülerinnen in den Lehrwerkstätten unter fachkundiger Anleitung fünf verschiedene Fachrichtungen, jeden Tag konnten sie ein anderes Berufsfeld ausprobieren. Die Mädchen waren von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache; dabei war der Arbeitstag ungewohnt lang; erst gegen 16 Uhr kamen sie zurück auf den Klosterberg – meist mit einem selbst gefertigten Werkstück im Gepäck.

Ein Tag lang filigrane Formen zeichnen und dabei die eigene Kreativität spielen lassen im Fachbereich Maler und Lackierer, am Tag darauf dann mit der Maurerkelle hantieren und im Team einen Rundbogen bauen – die Schülerinnen zeigten keinerlei Berührungsängste, auch als es an die großen Bohrmaschinen beim Schreiner oder im Metallbau ging.

„Das ist ja voll schwer!“, bemerkte eine Schülerin, als sie mit einer Farbrolle „nur“ gleichmäßig Farbe auf ihren Untergrund auftragen musste; so mancher Handgriff sah ja auf den ersten Blick ganz „easy“ aus. Umso stolzer waren die Schülerinnen dann auf ihr fertigen Werkstücke, u. a. einen Handyhalter aus Metall und einen Untersetzer aus Holz.

Alle meisterten die ihnen gestellten Aufgaben zur größten Zufriedenheit der erfahrenen Ausbilder, die voll des Lobes waren, vor allem auch angesichts des Eifers, den die Schülerinnen an den Tag legten. „Alle Achtung, die Mädchen haben großes Durchhaltevermögen, auch noch am Nachmittag sind sie voll bei der Sache“, meinte anerkennend Schreinermeister Fischer.

Die Berufsorientierungswoche ist für die Siebtklässlerinnen bereits die zweite Etappe auf dem Weg ins erfolgreiche Berufsleben – im April hatten sie an gleicher Stelle in allgemeinerer Form ihre Fähigkeiten austesten können. In dieser sogenannten Potenzialanalyse sollten die Stärken und Interessen der Mädchen herausgearbeitet werden. So konnten sie an verschiedenen Stationen ihre Kompetenzen im sozialen Miteinander oder in feinmotorischer Arbeit austesten. Weitergeführt und vertieft wird die Berufsvorbereitung vor Ort an der Handwerkskammer dann in der achten Jahrgangsstufe.