Hintergrund des Schulnamens

 

Sein Lebensprogramm hat Nardini als Zwanzigjähriger ins Tagebuch geschrieben:

 

 

 

 

"Nichts soll mich von Jesus scheiden, weder Freude noch Leid, weder Angst noch Qual. Ihm will ich anhängen in demütigem Gehorsam, tiefer Selbstverleugnung und in brennender Liebe.
Er ist mein Wendepunkt, der Brennpunkt meines Herzens; es mag mich anziehen, was da will, von ihm soll es mich nicht ablenken; mag mich Not, Bedrängnis, gefahrdrohende Unschlüssigkeit ankämpfen, nicht will ich durch Trübsinn und Traurigkeit seine freudige Liebe in mir unterdrücken. Kämpfen will ich mit Heldenmut den Kampf der Ehre gegen alle diese Feinde."

 

 

Paul Josef NardiniDie Welt ruft nach Vorbildern; besonders junge Menschen, auf die so viele Einflüsse in der pluralistischen Gesellschaft einstürmen, brauchen Leitbilder, an denen sie sich orientieren können. Nardini kann ein solches Leitbild für sie sein, denn:

 

  1. Nardini hatte eine harte Kindheit und Jugend erlebt, reich an Entbehrungen. Das Studium musste er sich hart erkämpfen. Zäher ausdauernder Fleiß und hervorragende Begabung halfen ihm, sein Ziel, Priester zu werden, zu erreichen. Bis hin zum Doktorexamen bestand er alle Prüfungen mit Auszeichnung. Dabei war er kein ungesunder Streber, sondern ein liebenswürdiger Mensch. Ein Professor urteilt über ihn als Studenten in München:

     

    "Er wird einst eine Zierde seiner Diözese sein, besonders auch darum recht heilsam wirken, weil nicht die geringste Härte an ihm stört, dafür die gediegenste Freundlichkeit und Liebe zu ihm hinzieht. . ."

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  3. Nardini mit KinderNardini hatte ein Herz für Kinder und legte großen Wert auf gediegene schulische Ausbildung. Als er das "Armenkinderhaus" in Pirmasens gründete, errichtete er im Kinderheim auch eine Schule, weil er wusste, dass eine gute Schulbildung der beste Garant gegen Armut ist und zugleich eine Hilfe, sich im Leben zurechtzufinden.
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  5. Nardini begnügte sich nicht mit einer Mindestausbildung bei seinen Heimkindern, sondern setzte sich mit aller Kraft dafür ein, dass sie entsprechend ihrer Begabung gefördert wurden. So verhalf er mittellosen Knaben zum Besuch des Gymnasiums, indem er dem Armenkinderheim ein "Kleines Studienseminar" anschloss, ja den Buben selber Lateinunterricht erteilte. Er wusste, wie wichtig es war, tüchtige Katholiken als Führungskräfte in Kirche, Staat und Gesellschaft heranzubilden.
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    Auch unsere Schule will den Mädchen eine gute Allgemeinbildung und christliche Grundausrichtung vermitteln, damit sie einmal als überzeugte Christen ihr Leben verantwortungsvoll gestalten können, wo immer sie in Familie und Gesellschaft, Staat und Kirche stehen werden.
    Aus diesen Gründen scheint der Name des Stifters unserer Ordensgemeinschaft für unsere Schule in besonderer Weise sinnvoll und gut.
    Der Name Nardini kann für unsere Schülerinnen Programm und Leitbild werden, an dem sie sich orientieren und ausrichten können. Die Kirche und die Gesellschaft von heute brauchen Männer und Frauen mit brennenden Herzen, die ihr Herz zum Pfand einsetzen, die zupacken, wo sie Menschen in Not sehen, weil die Liebe sie drängt. Solche Menschen mit brennenden Herzen bewegen Welt. Nardini war ein solcher Mensch.