Ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus

Ehrengäste und Schüler bei der Feierstunde am Ehrenmal In der letzten Woche durften unsere Siebtklässlerinnen mit dabei sein, als die von ihnen restaurierten Davidsterne wieder an ihren alten Platz im jüdischen Ehrenmal zurückgeführt wurden.

An der feierlichen Gedenkstunde nahmen auch zahlreiche Ehrengäste und Schülerinnen und Schüler aus den weiteren beteiligten Schulen teil.

Rektor Martin Zuchs von der Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg mahnte in seiner Anspreche, dass die Erinnerung an das schreckliche Geschehen niemals verblassen dürfe. Rabbiner Mendel Muraiti und die Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde Straubing/Niederbayern, Anna Zisler, bedankten sich bei den vielen Beteiligten für die erfolgreiche Gestaltung des Projekts. Die Schulen hätten mit dieser Aktion ein klares Zeichen gesetzt für Solidarität und gegen Fremdenfeindlichkeit.

Bürgermeister Christian Dobmeier ließ die Entstehung der Gedenkstätte bei Steinrain im Jahr 1946 Revue passieren; er dankte sodann Manfred Plomer, Rektor a.D. der Mittelschule Mallersdorf-Pfaffenberg, der sehr viel dazu beigetragen hat, dass dieser Teil der deutschen Geschichte vor Ort lebendig bleibt, da er regelmäßig mit Schulklassen die Gedenkstätte besucht.

Die restaurierten Davidsterne sind nun wieder an ihrem PlatzAls weiterer Redner ging Karl Freller, erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags und Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, auf das Schicksal der 67 jüdischen KZ-Häftlinge ein. Aufgrund einer rassistischen Ideologie seien diese all ihrer Rechte beraubt und ermordet worden. Das Schicksal der 67 Opfer, für die je ein Davidstern aufgestellt wurde, sollte uns allen als Mahnung dienen, denn Menschenrechte und für unveräußerlich geltende Grundwerte könnten auch verloren gehen, wenn die Erinnerung nicht wachgehalten werde und der wachsenden Fremdenfeindlichkeit nicht die Stirn geboten werde. Mit ihrem Projekt hätten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Holzsterne restauriert, sondern auch für sich selbst einen lebendigen Zugang zur Ortsgeschichte geschaffen, betonte Freller.

Die Feierstunde wurde würdevoll mit jüdischen Weisen umrahmt von den Musiklehrern Bernhard Nusser und Bernd Übelacker sowie den Rektoren Thomas Dambacher, Martin Zuchs und Manfred Plomer. Zum Abschluss erklang das gemeinsame Friedenslied „Hevenu Shalom Alechem“.

Fotos: Annemarie Kammermeier

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